"Lass uns mal quatschen..." - Die Freelancer Story

Jan,
der professionelle Weltenbummler

Wer ist eigentlich Jan?

Mein Name ist Jan Schulze-Siebert und ich bin seit über einem Jahr selbstständiger Marketingberater mit der Spezialisierung auf Inbound Marketing. Dabei lege ich mit meinen Kunden die strategischen Grundlagen, um sich nachhaltig und effektiv im Internet mit seiner Expertise zu positionieren.

Detaillierte Informationen dazu findest du auf meinem Gravity CV Profil: https://link.gravitycv.com/jssdigital

Inhalt

Jan Schulze-Siebert JSSDigital GravityCV Freelancer-Story

Warum bist du Freiberufler und nicht einfach Festangestellter?

Nach meinem Studium habe ich in einer Festanstellung bei einem Startup im Bereich Online Redaktion und Online Marketing angefangen. Flexible Arbeitszeiten und tiefe Einblicke in die Unternehmensstruktur haben diese Zeit für mich geprägt. Mit meiner Motivation und Interesse am Digitalen Nomadentum trennten sich unsere Wege nach viereinhalb Jahren. Ich machte mich selbstständig und reiste als Digitaler Nomade um die Welt. Im Angebot hatte ich Online Marketing Dienstleistungen als Freelancer.

Eineinhalb Jahre später bin ich von meinen Reisen zurück und baue meine Selbstständigkeit zum Unternehmertum aus. Mir gefällt die Freiheit als Freiberufler und dennoch schätze ich die Sicherheit und die Strukturen im Team.

Meiner Vision gehe ich nun nach und möchte meinen Work-Lifestyle mit anderen teilen und für sie ermöglichen. Mein Ziel ist ein Unternehmen, in welchem moderne Werte von Arbeitszeit und Arbeitsort gelebt werden können und in vertrauter Zusammenarbeit professionelle Arbeit geleistet werden kann.  

Auch Erfahrung Anderer macht Klug!

Was sind deine Do's and Don'ts für freiberufliche Newcomer?

Der Anfang kann schwierig sein, besonders da man sich als Newcomer um so viele Sachen kümmern muss. Aufträge zu gewinnen ist das eine, sich als Unternehmen zu strukturieren und zu organisieren das andere. Mein Start ist noch gar nicht so lange her, daher kann ich meine Do’s und Don’ts recht gut reflektieren.

Do’s

  • Gründungszuschuss beantragen
  • Sein Netzwerk pflegen
  • Sich einen Mentor suchen
  • In Communities beitreten
  • Eine eigene Präsenz (online und offline) aufbauen
  • Fokus für ein Thema und eine klare Positionierung

Don’ts

  • Kostenloses Probearbeiten
  • Nicht direkt alle Aufgaben outsourcen wollen

Ganz zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich gemeinsam mit einem Gründungsberater an meinem Konzept gearbeitet. Mit dem Businessplan-Entwurf habe ich den Gründungszuschuss beim Arbeitsamt beantragen können, der mir die Anfangsphase stark erleichtert hat.

Zwar hat sich mein Business und mein Geschäftsmodell nicht so entwickelt, wie es im Businessplan vorgesehen war, trotzdem oder besonders deswegen empfehle ich diesen Einstieg. Mit dieser Vorarbeit am eigenen Business habe ich mir konkrete Gedanken gemacht und fühlte mich gut vorbereitet auf die Selbstständigkeit.

Auch das Eintreten in Communities und das Besuchen von Events ist eine wichtige Maßnahme, um sich ein starkes Netzwerk aufzubauen. Ich bin seit einiger Zeit im Citizen Circle, über den ich mich mit anderen Unternehmern austauschen kann und viel von anderen lerne. Die Community hat immer ein offenes Ohr, sollte ich Fragen haben.

Zuletzt rate ich dir auch, dich intensiv mit deiner Positionierung zu beschäftigen. Starte lieber in einer Nische und sammle dort Erfahrungen, als von Anfang an den kompletten Markt betreuen zu wollen. Das hängt ebenfalls damit zusammen, dass du dir eine eigene Online Präsenz aufbaust, deine Expertise zeigst und von Interessenten und Kunden auf diese Weise wahrgenommen wirst.

Was ich dir nicht raten würde ist dich unter Wert zu verkaufen. Klar, du hast wenig Erfahrung, daher ist dein Preis sicherlich etwas geringer als bei einem erfahrenen Freelancer. Kostenlos würde ich meine Arbeitsleistung allerdings nicht anbieten. Ich finde es fair, wenn jemand für seine Leistung auch bezahlt wird. Die Höhe ist dabei dann Verhandlungssache.

Außerdem solltest du dich von dem Gedanken trennen, direkt zum Start alle Aufgaben abzugeben und dich nur auf dein Haupt-Business zu konzentrieren. Mit der Zeit möchtest du dorthin kommen – zu Beginn solltest du die einzelnen Aufgaben und deren Aufwand allerdings selbst verstehen und einmal gemacht haben.

Wie kamst du an deine ersten Aufträge? Hat sich zu Heute daran etwas geändert?

Meine ersten Kunden habe ich damals über ein Event kennengelernt. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe im Gespräch mit meiner Vision und meinem Angebot persönlich überzeugt. Auch hatte ich in meinem Netzwerk einen Kontakt, der mir einen Auftrag gegeben hat.

Gemeinsam mit dem Gründungszuschuss war ich somit finanziell gut aufgestellt und konnte erste Erfahrungen sammeln.

Ich habe in der Zeit auch angefangen meine eigene Webseite und meine Blogs aufzubauen. Die Blogs sind dabei mein Sprachrohr, mit welchem ich jetzt nach über einem Jahr die Leute organisch in der Suchmaschine erreiche. Das ist kostenloser Traffic, also Interessenten, die sich für meine Themen interessieren. Jetzt zeigt sich der Erfolg von Inbound Marketing.

Aktuell gewinne ich meine Kunden über meine Inbound Marketing Maßnahmen, sowie über mein Netzwerk und Empfehlungen. Jobbörsen, Vermittler und bezahlte Kampagnen habe ich so noch gar nicht angehen müssen.

Welche Tipps und Learnings hast du im Umgang mit Tiefs und Auftragslücken?

Das Gefühl, wie viele Aufträge habe ich in der Zukunft, ist immer mit dabei. Es fühlt sich nicht gut an, doch man lernt damit umzugehen und auf seine Präsenz zu vertrauen. Auftragslücken sind die beste Zeit, voll in das eigene Business zu investieren. Die eigene Online Präsenz braucht Pflege und Zeit.

Zudem ist mein Tipp, einen finanziellen Puffer zu haben. Als Selbstständiger gibt es in der Regel keinen Investor, der die finanziellen Mittel bereitstellt. Umso wichtiger ist es, für sich selbst vorzusorgen. Ein finanzieller Puffer bietet Sicherheit und macht den Kopf frei, um sich voll und ganz auf Wachstum und die nächsten Projekte zu konzentrieren.

Tools erleichtern und
digitalisieren meinen Alltag!

Welche Tools erleichtern dir deinen beruflichen Alltag?

Tools sind ein sehr gutes Stichwort. Ich habe mich mit meinem Business sehr digital aufgestellt. Mit meinem Blog jssdigital.de berichte ich über die Digitalisierung und welche Anwendungen sich sinnvoll und mit echtem Mehrwert in den eigenen Alltag integrieren lassen.

Vom Bankkonto, über die Buchhaltung, hin zum Projektmanagement und zurück zur eigenen Website setze ich auf SaaS-Programme und Tools.

Zu nennen sind hierzu unter anderem:

  • Kontist – Konto, bei dem ich immer meine Steuerrücklagen im Auge habe
  • FastBill – mit dem ich meine Buchhaltung und Rechnungen digitalisiert habe und mit meinem Steuerberater auf Knopfdruck zusammenarbeite
  • Clockodo – für Zeiterfassung und automatisierte Rechnungsstellung durch eine Schnittstelle zu FastBill
  • Trello – um alle Kundenprojekte und meine eigenen Projekte im Auge zu behalten
  • Chimpify – um meine Website optimiert, auf die wichtigen Inbound Marketing Funktionen auszurichten, ohne technische Kenntnisse meine Website als Markter zu pflegen und professionell zu bloggen.

Und seit neuestem verwende ich auch GravityCV, um meinen Lebenslauf digital zu verwalten und bei Anfragen schnell präsentieren zu können.

Interessiert dich mein Ansatz und meine Herangehensweise der Selbstständigkeit mit Tools und Technik? Dann freue ich mich sehr von dir zu hören.

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